Sardinien und seine Preise

Porto RotondoSardinien und seine Preise - ein falsches Klischee verfolgt die Insel

Wenn man Sardinien hört oder ausspricht wird der Name sofort mit hohen Preisen in Verbindung gebracht.Dies weil Sardinien allgemein als ein teures Urlaubspflaster gilt, und das dementsprechende Klischee weltweit seit Jahrzehnten dieser wunderschönen Insel angeheftet wurde.Das Jet-Set der 60er Jahre bis heute trug dazu einen gewaltigen Beitrag bei, und machte aus einem im Nordosten der Insel gelegenen kleinen, aber sehr bekannten Ort (Porto Cervo) und Küstenstreifen (Costa Smeralda) die „gesamte Insel Sardinien" zu einem Luxusflecken im Mittelmeer, bestehend aus Privatjets, Megajachten, Luxusvillen und Millionäre.

In Amerika wusste man wo die Costa Smeralda war, aber man wusste nicht wo Sardinien lag.

In Realität schaut das Szenarium auf der gesamten Insel ganz anders aus ...

Hierbei müssen wir wichtige Dinge berücksichtigen:

1) Luxushotels sind auf der Insel vorhanden und kosten richtig Geld, das ist aber überall gleich, egal ob auf Sardinien oder irgendwo anders auf der Welt.

2) Es gibt aber auch andere Hotels, die einen guten Standard bieten, und einen schnuckeligen Urlaub ohne finanzielle Ekstase ermöglichen.

3) Es gibt Ferienhäuser, -appartements oder Villen, die für einen Familienaufenthalt im Verhältnis und pro Kopf gerechnet recht günstig sind, auch wenn der Mietpreis sehr hoch erscheint.

4) Wenn man die absolute Hochsaison Juli und August meidet, kann man grundsätzlich für viel weniger Ausgaben das Gleiche haben. Meistens ist es dann auch von der Saison her alles schöner zu erleben. Ersparnisse bis zu 70% sind hier durchaus möglich.

5) Restaurants, Pizzerien und Bars sind für viele ein leidliches Thema, nicht nur für Touristen, sondern auch für Einheimische. Aber keine Angst, es gibt Lösungen!

Hotels - Reden wir nun kurz von den Hotels mit einem guten Standard:

Auf Sardinien haben wir im Prinzip einen guten Standard der Hotelanlagen, die Bausubstanz ist gut, das Personal ist mittlerweile immer mehrsprachiger und professioneller geworden.
Die Sterneverteilung ist nach dem regionalen Richtlinien vergeben, und kann durchaus als Qualitätsgrundlage genommen werden.
Die Preise variieren stark aufgrund der Position der Hotelanlage und seiner geografischen Lage.
Grundsätzlich ist die Anlage in einer Touristenhochburg oder direkt am Meer immer teurer, und dies lassen sich die Betreiber auch gerne gut bezahlen.
Es gibt aber auch sehr gute Alternativen, die unweit einer Touristenhochburg oder nicht direkt am Wasser liegen, und einen Zubringerservice an den Strand anbieten.
Also ist das Strandvergnügen im Prinzip in beiden Fällen ohne großen Unterschied gesichert.
Eines ist sicher, in allen Fällen muss man die letzten Meter an den Strand immer zu Fuß laufen, auch wenn man mit dem eigenen Auto dorthin fährt.
Je mehr wir in das Landesinnere gehen, und je weiter weg wir uns von Touristenhochburgen bewegen, desto niedriger sind die Preise, und das Preisleistungsverhältnis stimmt.
Die Ersparnis liegt hier bei gut 50% in jeder Saison und manchmal ist der Service und die Gastfreundschaft auch noch landestypischer und besser.

Ferienhäuser, -appartements und Villen – eine gute und preisgünstige Alternative:

Ferienhäuser und Ferienvillen sind eine gute preisliche Alternative, um einen Urlaub auf Sardinien zu planen.
Die Qualität und der Standard der „offiziell" zu vermietenden Objekte, ist durch eine regionale Bestimmung (CAV) der Landesregierung geregelt.
Die Betreiber dieser Objekte bieten somit einen Wohnstandard der mindestens den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
Die Ausstattung und Einrichtung lässt sich in den meisten Fällen sehen, Klimaanlagen sind schon fast Standard geworden.
Mittlerweile sind die Betreiber der zu vermietenden Objekte auch sehr professionell und mehrsprachig geworden, und bieten direkt vor Ort dem Gast auch touristische Informationen, Unterstützung und Hilfe.
Oftmals organisieren die Betreiber auch touristische Ausflüge und Erlebnisse. Geben auch Rat, wo man besonders günstig und gut Essen gehen kann, oder wo die Preise für Lebensmittel zur Selbstversorgung günstig sind.

Ein Ferienhaus oder Villa hat auch große Vorteile des Privatlebens, größere Geräumigkeiten, meistens einen eigenen Garten, oder sogar einen Pool.
Zudem erlebt man den Urlaub etwas integrierter mit Land und Leuten, und kann auch mal Bekannte oder Freunde zum Grillabend einladen.

Das Preisleistungsverhältnis ist pro Kopf gerechnet sehr gut, auch wenn eine Villa in der „Hochsaison" mehrere tausend Euro pro Woche kosten kann.
Das ist immer noch günstiger, als ein Aufenthalt mit der gesamten Familie im Hotel oder einem Bed & Breakfast..
Wenn wir die Hochsaison meiden haben wir eine Ersparnis von bis zu 50 – 60%.

Nebensaison oder besser keine Hauptsaison – Der Tipp zum günstigen Urlaub:

Wie überall ist die Hauptsaison immer die teure Seite der Münze, dies im Sommer- sowie im Winterurlaub, egal wo wir Urlaub machen.
Auf Sardinien macht sich der Unterschied sehr bemerkbar, und wir reden hier von Preisunterschieden die locker bis zu 60 – 70% an Ersparnissen bringen.
Zudem haben wir in den Zeiträumen außerhalb der Hochsaison praktisch immer gutes Wetter, das Meer ist badegeeignet, es ist weniger Rummel auf der Piste, am Strand findet man ein ruhiges Plätzchen, die Restaurants sind nicht rammelvoll, die Fähren- und Flugverbindungen, Leihwagen kosten einen Bruchteil.
Man erlebt die Insel einfach unter einer anderen Perspektive, in Ruhe, ohne Stress, ohne Autoschlangen, oder langen Check-in Zeiten.

Restaurants, Pizzerien und Bars – für viele ein leidliches Thema und Erfahrung:

Keine Angst ... es gibt Lösungen, die das Ausgehen erträglich halten. Dies wissen auch die Einheimischen, und deshalb ist es ratsam, immer dort hinzugehen, wo sich viele Einheimische tummeln.
In den Touristenhochburgen werden die Preise automatisch angeschraubt, wenn man dann noch mit „Birkenstocksandalen und Bermudas" kommt ist der Identitätskid vollkommen und der Restaurantbetreiber reibt sich die Hände.
An der Küste und in Touristenhochburgen kostet die Mahlzeit, die Pizza und der Café, das Getränk an der Bar immer deutlich mehr, manchmal denkt man hier, das die sich zu ihrem Vorteil verrechnet haben. Tipp: immer genau den Kassenzettel oder die Quittung kontrollieren.
Im Landesinneren oder in den Bergen dagegen zahlt man für einen Café (Espresso) ca. 0,80 Euro, einen Cappucino ca. 1,00 – 1,20 Euro, eine Pizza mit Getränken kommt auf ca. 10,00 Euro pro Nase, manchmal denkt man beim Bezahlen, das die sich zu ihrem Nachteil verrechnet haben, ist aber so richtig gerechnet.
Essen gehen sollte man dort, wo ein Einheimischer eine Empfehlung ausspricht.

Sardinien Urlaub